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Der Mythos Avalon

 
Avalon Karte

Die Legende von Avalon

 

Avalon hat viele Namen: "Apfelinsel", "Inis Vitrin", die "Gläserne Insel". All die Namen haben etwas mit den Eigenschaften der Insel zu tun. Avalon taucht meistens in den Legenden von König Artus auf. Sie war ein Ort, der zwischen der mythischen Welt und der Realen Welt lag, die durch dichte Nebel von der Realen Welt getrennt war.

Die Legende erzählt, dass die Hohepriesterin Caillean die Insel, die in einer Sumpflandschaft lag welche vom Meer gespeist wurde, in die Zwischenwelt brachte, um sie vor Christen und Römern zu schützen.

Die Insel konnte nur mit einer Barke erreicht werden, und es musste jemand an Bord sein, der in der Lage war, die Nebel von Avalon "zu teilen", also den Weg durch die Nebel zu kennen.

Das "kleine Volk" (damit war wohl das Volk der Pikten gemeint) lebte am anderen Ufer der Sumpflandschaft in Hütten auf Pfählen.

Pikten (v. lat. picti „die Bemalten“) ist der römische Name für Stämme im damaligen Britannien. Der Name wird auf die Sitte, sich zu tätowieren, zurückgeführt. Bei den von den Römern als Pikten bezeichneten Stämmen handelt es sich ursprünglich nicht um ein Volk, sondern um verschiedene Stämme mit unterschiedlichen kulturellen und Traditionen, die jedoch angesichts der gemeinsamen Feinde (Skoten, Römer, später auch Wikinger) politische und militärische Allianzen eingingen.

Sie alle dienten der "großen Göttin" und dem "gehörnten Gott". Nur mit der Hohepriesterin von Avalon oder einer erfahrenen Priesterin,  die die Nebeln zu teilen vermochte (die also den Weg durch die Nebel kannte), konnte man übersetzen.

Menschen, die nicht in der Lage waren die Nebel zu teilen, kamen auf der Christlichen Insel Glastonbury an. Dort gab es statt eines Steinkreises eine Kirche, in der angeblich fast ununterbrochen die Kirchenglocken läuteten. Am Fuß dieser Insel stand das Kloster.


Auf Avalon wurden Novizinnen zu Priesterinnen ausgebildet . Eine harte Schule, die sehr viel Disziplin erforderte. Die Schülerinnen lernten hier neben religiösen und schamanistischen Ritualen vor allem die Kunst der Heilung und der damals bekannten Medizin. (Vor diesem Hintergrund entstand auch der Name unseres Gesundheitszentrums, was ausnahmsweise mal Sinn macht, wenn man bedenkt, wer oder was sich heute so alles "Avalon" nennt!)


Die Quelle Chalice Well war im Avalon - Mythos die heilige Quelle der Göttin, deren Wasser die Priesterinnen tranken und an der bei Ritualen "Das Gesicht" gerufen wurde, um wichtige Ereignisse, die das Schicksal des Landes betrafen, vorauszusehen.  Von Avalon aus versuchte die Hohepriesterin mit dem Merlin von Britannien und der Hilfe der großen Göttin über das Land und seine Geschicke zu wachen.

Durch die Missionierung zum Christentum und dem kulturellen Einfluss der verschiedenen einfallenden anderen Kulturen vergaß das kleine Volk nach und nach die große Göttin. So verschwand Avalon immer mehr aus den Köpfen der Menschen und damit auch der "realen Welt".

Eine andere Legende berichtet über die Wasserquelle "Chalicewell", dass Joseph von Arimathia hier den Gral verbarg, so dass sich deren Wasser rot färbte (Blutquelle).Deshalb hat hier wohl auch die allgemein bekannte Artus - Saga ihren Ursprung. Neue Beliebtheit erlangte die Saga durch ihre Neuerzählung in "Die Nebel von Avalon" von Marion Zimmer Bradley.

 

Die Wirklichkeit von Avalon heute

Das heutige Glastonbury ist das damalige Avalon. Es liegt im Südwesten von England, etwa 220 km westlich von London und 40 km südlich der Stadt Bristol. Glastonbury war tatsächlich eine von Sumpfland oder Schwemmwasser umgebene Insel, als sich die frühen Christen hier ansiedelten.

Wann das genau war, ist allerdings nicht bekannt. Als erste verlässliche Zeitangabe gilt das Jahr 705 n. Chr., in dem König Ine hier ein Kloster gründete, das im 10. Jahrhundert zu einer Benediktinerabtei wurde. Der in den Mythen genannte heilige Hügel ist demnach Glastonbury "Tor" auf der Spitze des "Caer Sidi" (aus dem Keltischen: gläserne Burg) und ist inzwischen zu einer Wallfahrtstätte geworden. Der Name stammt wahrscheinlich von "Ynis Witrin" (Insel aus Glas) ab.


Das Kloster Glastonbury war das Herz der Stadt und heute leider nur noch eine Ruine. Es war das letzte Kloster, das von Heinrich dem VIII geschlossen wurde, als er die Engländer gewaltsam zur Anglikanischen Kirche konvertierte. 

Glastonbury Abbey ist ein heiliger Platz - wie immer man "heilig" auch definieren mag. Es wurde wahrscheinlich nach ähnlichen mathematischen Prinzipien geplant wie Stonehenge oder die Pyramiden. Früher lag es in einem Dreieck mit den gewaltigen Steinkreisen von Stonehenge und Avebury - diese drei Plätze formten eine Art "Welt - Energie - Punkt". Große kreisförmige Linien gehen von Glastonbury aus,  zu vielen heiligen Zentren in der ganzen Welt.

Der heilige Hügel existiert noch. Allerdings gibt es keinen Steinkreis mehr. Dort wurde wahrscheinlich auch mit den Steinen des Kreises eine Kirche errichtet, welche im Mittelalter von einem Erdbeben zerstört wurde. Die Legende sagt, das sei die Rache der großen Göttin gewesen, da es sonst noch nie Erdbeben in dieser Region gegeben hatte.

Heute ist nur noch eine Ruine von dem Glockenturm geblieben. Man nennt diesen Turm auch das "Elfentor".